Lisa Rohleder hat früh erkannt, dass Pferde Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung einzigartig unterstützen können. Mit „Equivalent – mit Pferden wachsen“ verwirklichte sie ihre eigene Vorstellung von Reittherapie und wagte direkt nach dem Studium den Schritt in die Selbstständigkeit. Beim Neustart in Wenden stand ihr die Volksbank in Südwestfalen eG als regionale und verlässliche Partnerin zur Seite.
Wie sie diesen Weg erlebt hat und welche Momente sie besonders geprägt haben, erzählt sie im folgenden Interview.

Frau Rohleder, was hat Sie eigentlich auf die Idee gebracht, Ihr Projekt zu starten?
Schon während meines Studiums war für mich klar, dass ich Pferde und die Arbeit mit Menschen verbinden möchte. Die positive Wirkung von Pferden auf Kinder, Jugendliche und Erwachsene hat mich immer fasziniert. Für mich war schnell klar: Ich möchte nicht nur angestellt arbeiten, sondern mein eigenes Konzept entwickeln und meine Vision von Reittherapie umsetzen. Deshalb habe ich mich direkt nach dem Studium selbstständig gemacht.
Welchen Herausforderungen mussten Sie sich auf Ihrem Gründungsweg stellen?
Die größte Herausforderung war definitiv der Schritt direkt aus dem Studium in die Selbstständigkeit – ohne großes finanzielles Polster, aber mit einer klaren Vision. In Vettweiß habe ich meinen ersten Betrieb aufgebaut. Nach etwa 1,5 Jahren bin ich zurück in meine Heimat nach Siegen gegangen und habe dort den Betrieb noch einmal neu gegründet. Das bedeutete: neue Infrastruktur, neuer Kundenstamm, neue Netzwerke – und eine neue Finanzierung.
Wie haben Sie diese gemeistert?
Ich habe von Anfang an strukturiert gearbeitet, mir einen klaren Businessplan erstellt und mir starke Partner gesucht. Der erste Kredit lief über die Sparkasse Düren. Im Zuge des Umzugs und der Weiterentwicklung meines Betriebs kam ein weiterer Kredit über die Volksbank in Südwestfalen eG dazu, die auch den bestehenden Kredit übernommen hat. Für mich war wichtig, offen zu kommunizieren, realistisch zu planen und Schritt für Schritt zu wachsen.
Was hat Sie motiviert, weiterzumachen?
Die Fortschritte meiner Klientinnen und Klienten. Wenn ein Kind über sich hinauswächst, Ängste überwindet oder neue Stabilität findet, weiß ich, warum ich diesen Weg gehe. Außerdem hatte ich immer das Gefühl, genau das Richtige zu tun – das trägt einen auch durch schwierigere Phasen.
Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Spaß?
Die Arbeit draußen mit den Pferden und den Menschen. Kein Tag ist wie der andere. Besonders schön finde ich die individuellen Entwicklungen – kleine Schritte, die manchmal Großes bewirken.

Wie würden Sie jemandem bei einem Kaffee kurz erklären, was Sie machen?
Ich begleite Kinder, Jugendliche und Erwachsene mithilfe von Pferden in ihrer persönlichen Entwicklung. Reittherapie bedeutet nicht „reiten lernen“, sondern über das Pferd Selbstvertrauen, Körpergefühl, soziale Kompetenzen und emotionale Stabilität zu stärken.
Gibt es einen Moment auf diesem Weg, auf den Sie besonders stolz sind?
Der Neustart in Siegen war für mich ein ganz besonderer Moment. Den Mut zu haben, noch einmal neu anzufangen, größer zu denken und Verantwortung für einen Kredit zu übernehmen – und zu sehen, dass sich dieser Schritt ausgezahlt hat, darauf bin ich sehr stolz.
Wie sieht ein typischer Tag bei Ihnen aus?
Mein Tag beginnt meist im Stall – Versorgung der Pferde, Organisation und Vorbereitung der Einheiten. Danach folgen mehrere Therapieeinheiten. Zwischendurch fallen natürlich Büroarbeit, Absprachen mit Eltern oder Einrichtungen sowie organisatorische Aufgaben an. Es ist eine Mischung aus praktischer Arbeit, therapeutischer Begleitung und unternehmerischer Verantwortung.
Welche Themen/Bereiche möchten Sie in den nächsten Monaten stärken, um die Entwicklung Ihres Unternehmens voranzutreiben?
Ich möchte mein Angebot weiter professionalisieren, Kooperationen mit Einrichtungen ausbauen und meine betriebswirtschaftlichen Strukturen weiter optimieren. Außerdem ist mir wichtig, die Auslastung weiter zu stabilisieren und perspektivisch zusätzliche Angebote oder Projekte zu entwickeln.

Welche Rolle hat die VBinSWF für Sie bei Ihrer Gründung gespielt?
Die Volksbank in Südwestfalen eG war für mich beim Neustart in Siegen eine entscheidende Partnerin. Sie hat nicht nur die Finanzierung ermöglicht, sondern auch Vertrauen in mein Konzept und meine Person gesetzt.
Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit der VBinSWF erlebt?
Als sehr persönlich, wertschätzend und lösungsorientiert. Ich hatte nie das Gefühl, nur eine „Nummer“ zu sein, sondern eine Unternehmerin mit einer Vision, die ernst genommen wird.
Können Sie kurz die für Sie wichtigsten Punkte in der Zusammenarbeit mit uns wiedergeben?
Verlässlichkeit, Transparenz, schnelle Rückmeldungen und das Gefühl, auf Augenhöhe zu sprechen. Besonders wichtig war für mich die Übernahme des bestehenden Kredits und die unkomplizierte Begleitung im Zuge des Umzugs.
Was sind wichtige Entwicklungen seit der Finanzierung?
Der erfolgreiche Standortaufbau in Siegen, der Ausbau meines Kundenstamms, die Weiterentwicklung meines Angebots und eine stabile wirtschaftliche Basis. Der Kredit hat mir den nötigen Spielraum gegeben, nachhaltig zu investieren.
Wieso haben Sie sich für die VBinSWF als Partner entschieden?
Weil für mich Regionalität, persönliche Beratung und langfristige Partnerschaft zählen. Ich wollte einen Ansprechpartner vor Ort, der meine Situation versteht und mit mir gemeinsam denkt.
Was wäre für Sie ein schöner weiterer Meilenstein unserer Zusammenarbeit?
Ein nächster Entwicklungsschritt meines Betriebs – beispielsweise eine Erweiterung der Kapazitäten oder zusätzliche Pferde – begleitet durch eine weiterhin vertrauensvolle Finanzierung.
Was würden Sie sich von der weiteren Zusammenarbeit mit uns wünschen?
Weiterhin einen offenen Austausch, strategische Begleitung bei Wachstumsschritten und die Sicherheit, einen starken regionalen Partner an meiner Seite zu haben.
