Digitale Bezahlmethoden verändern den Handel – und eröffnen kleinen Unternehmen, Selbstständigen sowie regionalen Händlerinnen und Händlern neue Möglichkeiten. Mit Wero entsteht eine europäische Lösung, die Zahlungen einfacher, schneller und direkter machen soll. Für viele Betriebe kann das ein wichtiger Schritt sein, um ihren Zahlungsverkehr zu modernisieren und Kundinnen und Kunden einen zeitgemäßen Service zu bieten. Warum sich ein Blick auf Wero gerade jetzt lohnt – und weshalb die Lösung auch für Unternehmen in Südwestfalen interessant sein kann – zeigt unser Überblick.

Das ist Wero
Wero ist eine von der European Payments Initiative (EPI) entwickelte Bezahl- und Wallet-Lösung, die nach einer mehrjährigen Aufbauphase nun auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnt. Über Wero lassen sich Geldtransfers in Echtzeit durchführen – sowohl im privaten Bereich als auch im geschäftlichen Kontext. Für den Handel und für selbstständige Unternehmen bedeutet das: Zahlungen können ohne IBAN, ohne Kartendaten und ohne zusätzliche Zwischenstationen abgewickelt werden, direkt aus der Banking-App heraus und in wenigen Sekunden.
Für gewerbliche Nutzende stehen mit Wero-PRO und den Händlerlösungen speziell entwickelte Varianten zur Verfügung, die sich einfach in bestehende Abläufe integrieren lassen. Online-Händlerinnen und -Händler können Wero im Checkout anbieten, während Selbstständige Zahlungen etwa über QR-Codes oder Links direkt empfangen können – ohne komplexe technische Infrastruktur.
Ein wachsendes Angebot für den Onlinehandel
Seitdem Wero im deutschen Onlinehandel verfügbar ist, wächst die Zahl der Unternehmen, die die europäische Lösung einsetzen. Erste größere Händler haben Wero bereits in ihre Shops eingebunden, etwa Lidl, Cewe oder Rossmann. Über VR-Payment – den Zahlungsdienst der Volksbanken Raiffeisenbanken – können Online-Shops Wero als zusätzliche Bezahlmethode integrieren. Die Abwicklung erfolgt in Echtzeit, und das Geld landet unmittelbar auf dem Geschäftskonto. Für Händlerinnen und Händler bedeutet das einen transparenten und schnellen Zahlungseingang, ohne Umwege über externe Zahlungsanbieter.
Auch Studien und Verbrauchertests, wie etwa des SWR-Formats „Marktcheck“, zeigen, dass Wero gerade für digitale Käufe unkompliziert funktioniert und sich im Alltag sehr schnell nutzen lässt. Die Kundschaft scannt einen QR-Code oder bestätigt die Zahlung direkt in ihrer Banking-App – der Prozess dauert oft nur wenige Sekunden.
Warum Wero für Händlerinnen, Händler und Selbstständige interessant ist
Mit Wero erhält der europäische Zahlungsmarkt eine Alternative zu etablierten internationalen Systemen. Für kleinere und mittlere Unternehmen bietet das mehrere Vorteile: Die Zahlungsabwicklung wird direkter und damit oft kostengünstiger als andere Anbieter[DD1] , zudem entfällt ein großer Teil der administrativen Hürden. Die schnelle Gutschrift in Echtzeit erleichtert das Liquiditätsmanagement und reduziert den Aufwand in der Buchhaltung. Und Privatkundinnen und -kunden benötigen keine eigene App für das Bezahlen, da Zahlungen direkt vom Girokonto abgehen und somit alle Daten bei der jeweiligen Bank bleiben.
Gerade für selbstständige Dienstleistende, Handwerksbetriebe oder Kleinunternehmen, die häufig auf einfache und mobile Lösungen angewiesen sind, kann Wero eine sinnvolle Ergänzung sein. Die Zahlungen lassen sich flexibel und ohne besondere technische Ausstattung abwickeln – ein Smartphone reicht aus. Gleichzeitig behält das Unternehmen volle Kontrolle über den Prozess, da die Abwicklung innerhalb des europäischen Bankensystems erfolgt.

Chancen für Unternehmen in Südwestfalen
Die Region Südwestfalen ist geprägt von mittelständischen Betrieben, Handwerk, Handel und vielen Solo-Selbstständigen. Viele dieser Unternehmen setzen auf pragmatische, digitale und zugleich kosteneffiziente Lösungen. Für sie kann Wero besonders attraktiv sein.
Betriebe mit kleineren Online-Shops oder mit hybriden Geschäftsmodellen – etwa stationärer Handel mit ergänzendem E-Commerce – profitieren von der unkomplizierten Integration. Auch Dienstleistende, die vor Ort beim Termin oder im Kundengespräch Zahlungen entgegennehmen, gewinnen dadurch die Möglichkeit, Beträge sofort und ohne technischen Aufwand abzuwickeln.
Zudem ist Südwestfalen als Industrieregion eng mit Kundinnen und Kunden sowie Geschäftspartnerinnen und -partnern in ganz Deutschland und Europa vernetzt. Da Wero grenzüberschreitend ausgebaut wird, bietet sich langfristig die Chance, Zahlungen europaweit sicher und effizient abzuwickeln – ein Vorteil für exportorientierte Mittelständlerinnen und Mittelständler sowie spezialisierte Nischenanbieter, wie sie bei uns in Südwestfalen häufig anzutreffen sind.
Was Unternehmen beachten sollten
Wero befindet sich weiter im Aufbau – deshalb ist es sinnvoll, die Verfügbarkeit bei der jeweiligen Bank zu prüfen und zu beobachten, wie stark die Methode im eigenen Kundensegment bereits genutzt wird. Auch sollten Unternehmen darauf achten, wie sich Wero in bestehende Buchhaltungs- und Abrechnungssysteme einfügt. Anbieter wie VR-Payment stellen dafür bereits passende Schnittstellen und Reporting-Funktionen bereit, sodass Wero ohne große Anpassungen in den Geschäftsalltag eingebunden werden kann.
